Get Gewalt in häuslichen Beziehungen: Sozialwissenschaftliche PDF

By Ingrid Kaiser

ISBN-10: 3531183419

ISBN-13: 9783531183411

ISBN-10: 3531942670

ISBN-13: 9783531942674

Unter sorgfältiger Berücksichtigung der jeweiligen paradigmatischen Voraussetzungen stellt Ingrid Kaiser in dieser interdisziplinär angelegten Untersuchung erstmals systematische Bezüge zwischen sozialwissenschaftlichen und evolutionsbiologischen Zugängen zu Gewalt in Paarbeziehungen und Eltern-Kind-Beziehungen her. Anhand der biologisch-funktionalen Theorieofferte diskutiert sie Entstehungsbedingungen von Gewalt in häuslichen Beziehungen in einem erweiterten theoretischen Bezugsrahmen und stellt neue Ansätze zur Erklärung bisher widersprüchlicher empirischer Befunde dar. Vor diesem Hintergrund zeigt sie cutting edge Impulse zur Weiterentwicklung von Ansätzen zur Intervention und Prävention auf.

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Personenzentrierte bzw. psychopathologische Ansätze haben den Schwerpunkt auf individualpsychologischen Ursachen, in sozialpsychologischen Ansätzen wird der Einfluss von externen Umgebungsfaktoren betont. Aus der Perspektive soziostruktureller und soziokultureller Ansätze wird ein Zusammenhang zwischen der Entstehung von Gewalt auf interpersoneller Ebene mit Normen und Werten auf struktureller Ebene hergestellt, in der Regel werden hier personenzentrierte und sozialpsychologische Aspekte integriert (Bundesministerium für Soziales, Sicherheit und Generationen Wien 2001, S.

So finden sich bei allen implizite oder explizite Annahmen in Bezug auf die Intention des Gewalt ausübenden Subjektes. Diese werden im Folgenden dargestellt. Das Subjekt der Gewaltausübung ist im Falle von Gewalt in Paarbeziehungen einer der beiden Beziehungspartner, im Falle von Gewalt in ElternKind-Beziehungen eines der Elternteile. Damit hat das Subjekt in beiden Fällen eine spezifische soziale Rolle als ‚Partnerin/Partner’ oder ‚Mutter/Vater’ inne. An jede dieser Rollen sind aus sozialwissenschaftlicher Perspektive jeweils spezifische Erwartungen geknüpft.

1 Kompensation Zu Beginn der spezifischen Forschung zu Gewalt in Paarbeziehungen und Eltern-Kind-Beziehungen in den 1960er Jahren finden sich rein individualpsychologische Ansätze, mit deren Hilfe Gewalt als Ausdruck einer psychischen Störung oder Erkrankung erklärt wird (vgl. Bundesministerium für Soziales, Sicherheit und Generationen Wien 2001; Godenzi 1996). Aus dieser Perspektive kompensiert das gewalttätige Subjekt eine psychische und damit innere Störung. In der weiteren Entwicklung der Gewaltforschung werden später sozialpsychologische Ansätze relevant (vgl.

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Gewalt in häuslichen Beziehungen: Sozialwissenschaftliche und evolutionsbiologische Positionen im Diskurs by Ingrid Kaiser


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